Ein Blick hinein
Diese sichere Vorschau zeigt, wofür das Werkzeug da ist, ohne kontogebundene Aktionen auszuführen.
Was Firmenwagen-Rechner kann
Darfst du den Dienstwagen auch privat fahren, ist das für das Finanzamt Arbeitslohn. Den Wert dieser Privatnutzung nennt man geldwerten Vorteil. Er wird zu deinem Gehalt gerechnet, darauf zahlst du Lohnsteuer und Sozialabgaben, ausgezahlt wird er aber nie. Deshalb sinkt dein Netto, obwohl du kein Geld mehr bekommst. Der Rechner macht diesen Effekt sichtbar: Du siehst dein Netto mit und ohne Auto und den Betrag, den dich der Wagen im Monat tatsächlich kostet.
Der Normalfall ist die 1-%-Regel aus § 8 Abs. 2 EStG und § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG: Jeden Monat wird 1 % des Bruttolistenpreises angesetzt, also des Neupreises mit Sonderausstattung und Umsatzsteuer, auf volle 100 Euro abgerundet. Das gilt auch für Gebrauchtwagen. Fährst du mit dem Auto zur Arbeit, kommen 0,03 % je Entfernungskilometer dazu. Bist du weniger als 15 Tage im Monat im Büro, ist die Einzelbewertung mit 0,002 % je Fahrt oft günstiger, höchstens für 180 Fahrten im Jahr. Der Rechner nimmt automatisch den günstigeren Weg und sagt dir, was du dafür tun musst.
Elektroautos und Plug-in-Hybride werden günstiger bewertet. Für reine E-Autos zählt nur ein Viertel des Listenpreises, wenn der Preis unter der Grenze liegt: 60.000 Euro bei Anschaffung bis Ende 2023, 70.000 Euro von 2024 bis Juni 2025 und 100.000 Euro für Autos, die ab Juli 2025 angeschafft wurden. Teurere E-Autos und Hybride mit genug elektrischer Reichweite oder höchstens 50 g CO2 je km kommen mit der Hälfte davon. Welche Reichweite nötig ist, hängt ebenfalls vom Anschaffungsdatum ab. Der Rechner fragt nur das, was er dafür braucht, und zeigt dir die Regel, die für dein Auto gilt.
Die Alternative ist das Fahrtenbuch. Dann zählt nicht der Listenpreis, sondern der echte Anteil deiner Privatfahrten und des Arbeitswegs an den Gesamtkosten des Autos. Bei wenig Privatfahrten oder einem teuren, aber günstig zu fahrenden Auto spart das oft viel. Der Rechner stellt beide Methoden nebeneinander, markiert die günstigere und nennt dir den Privatanteil, ab dem sich das Fahrtenbuch nicht mehr lohnt. Damit das Finanzamt mitspielt, muss das Fahrtenbuch ordnungsgemäß sein: zeitnah, lückenlos und in geschlossener Form. Was genau drinstehen muss, steht im Rechner, und unser Fahrtenbuch hilft dir beim Führen.
Auch die Details sind dabei: Ein monatliches Nutzungsentgelt oder Sprit, den du selbst zahlst, mindert den Vorteil. Eine einmalige Zuzahlung zum Kaufpreis wird verteilt oder in den Folgejahren angerechnet. Versteuert dein Arbeitgeber den Arbeitsweg pauschal mit 15 %, ist dieser Teil frei von Sozialabgaben, mindert aber deine Werbungskosten. Die Entfernungspauschale von 0,38 Euro je Kilometer darfst du trotz Firmenwagen in der Steuererklärung ansetzen. Und du siehst, was dein Arbeitgeber zusätzlich an Sozialversicherung und Pauschalsteuer zahlt.
Bist du selbstständig und fährst ein Auto aus dem Betrieb, rechnet eine eigene Karte die Entnahme nach der 1-%-Regel gegen den Kostenanteil laut Fahrtenbuch. Sie prüft die 50-%-Grenze für das Betriebsvermögen und den nicht abziehbaren Teil für den Weg zum Betrieb. Von dort geht es direkt weiter in unseren Fuhrpark und den EÜR-Assistenten.
Alle Zahlen sind Richtwerte zum Verstehen und Vorbereiten, keine Steuerberatung. Verbindlich sind deine Lohnabrechnung und dein Steuerbescheid. Gerechnet wird mit der Lohnsteuer 2026, für 2027 mit den Werten aus den aktuellen Entwürfen. Was du eintippst, bleibt in deinem Browser.
Funktionen
1-%-Regel und Fahrtenbuch nebeneinander
Beide Methoden in einer Tabelle, die günstigere markiert, dazu der Privatanteil, ab dem das Fahrtenbuch nichts mehr bringt.
E-Auto und Hybrid richtig bewertet
0,25 % und 0,5 % mit den Preisgrenzen 60.000, 70.000 und 100.000 Euro und den Reichweiten je Anschaffungsdatum.
Was das Auto dich netto kostet
Netto mit und ohne Firmenwagen über dieselbe Lohnsteuer-Rechnung wie unser Brutto-Netto-Rechner, als Monats- und Jahrestabelle.
Arbeitsweg, Heimfahrten, Pauschalsteuer
0,03 % oder 0,002 % je Fahrt, Familienheimfahrten, 15 % Pauschalsteuer und die Entfernungspauschale in der Steuererklärung.
Sicht des Arbeitgebers
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung und Pauschalsteuer auf den Vorteil, mit und ohne Pauschalierung.
Für Selbstständige
Entnahme nach 1 % gegen Kostenanteil, 50-%-Grenze fürs Betriebsvermögen und der Anteil nach § 4 Abs. 5a EStG.
So funktioniert es
- 1
Auto eintragen
Bruttolistenpreis, Antrieb und bei E-Auto oder Hybrid den Zeitpunkt der Anschaffung. Den Listenpreis kennt dein Arbeitgeber.
- 2
Arbeitsweg und Gehalt angeben
Entfernung, Bürotage pro Woche, Bruttogehalt und Steuerklasse. Mehr braucht der Rechner für das Netto nicht.
- 3
Fahrtenbuch-Zahlen ergänzen
Wenn du die Kosten und Kilometer des Autos kennst, siehst du beide Methoden im Vergleich.
- 4
Ergebnis lesen und drucken
Netto-Unterschied, Werbungskosten und Arbeitgeberkosten prüfen, dann die Zusammenfassung drucken und mit der Lohnbuchhaltung besprechen.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Wie hoch ist die 1-%-Regel bei einem Auto für 45.990 Euro?
Der Listenpreis wird auf 45.900 Euro abgerundet, 1 % davon sind 459 Euro im Monat. Bei 20 km Arbeitsweg kommen 0,03 % je km dazu, also 275,40 Euro. Zusammen sind das 734,40 Euro geldwerter Vorteil im Monat, auf den du Steuern und Sozialabgaben zahlst. Ein Richtwert, verbindlich ist deine Lohnabrechnung.
Gilt die 0,25-%-Regel für mein Elektroauto?
Wenn es ein reines E-Auto ist und der Listenpreis die Grenze nicht übersteigt: 100.000 Euro bei Anschaffung ab Juli 2025, 70.000 Euro von 2024 bis Juni 2025, 60.000 Euro davor. Liegt der Preis darüber, zählt die Hälfte (0,5 %). Maßgeblich ist, wann die Firma das Auto gekauft oder geleast hat.
Wann lohnt sich ein Fahrtenbuch?
Meist bei wenig Privatfahrten, einem hohen Listenpreis oder einem schon abgeschriebenen Auto. Der Rechner zeigt dir den Privatanteil, bis zu dem das Fahrtenbuch günstiger ist. Bedenke den Aufwand: Ein Fahrtenbuch muss ein ganzes Jahr lückenlos und zeitnah geführt werden.
Kann ich trotz Firmenwagen die Pendlerpauschale absetzen?
Ja. Die Entfernungspauschale von 0,38 Euro je Kilometer steht dir auch mit Firmenwagen zu, ohne die Grenze von 4.500 Euro. Hat dein Arbeitgeber den Arbeitsweg pauschal mit 15 % versteuert, wird dieser Betrag abgezogen.
Was bringt die Pauschalversteuerung mit 15 %?
Dein Arbeitgeber kann den Vorteil für den Arbeitsweg bis zur Höhe der Entfernungspauschale pauschal mit 15 % versteuern (§ 40 Abs. 2 EStG). Dieser Teil ist frei von Sozialabgaben, und meist trägt der Arbeitgeber die Steuer. Dafür sinken deine Werbungskosten um denselben Betrag.
Ersetzt der Rechner meine Lohnbuchhaltung oder eine Steuerberatung?
Nein. Der Rechner hilft dir, deine Lohnabrechnung zu verstehen und das Gespräch mit deinem Arbeitgeber vorzubereiten. Die Zahlen sind Richtwerte. Verbindlich sind die Lohnabrechnung und der Steuerbescheid, und für deinen Einzelfall ist eine Steuerberatung oder ein Lohnsteuerhilfeverein zuständig.
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