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Was DSFA Quick-Check kann
Die Datenschutz-Folgenabschätzung, kurz DSFA, ist nach Art. 35 DSGVO Pflicht, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen mit sich bringt. Klingt einfach, ist es aber nicht: Wann genau ist ein Risiko hoch? Viele Unternehmen scheuen die Frage, weil sie aufwändig wirkt - und übersehen dabei, dass die versäumte DSFA selbst ein Verstoß ist. Der Quick-Check bricht die Frage in verständliche Einzelaspekte herunter.
Statt dich mit dem nackten Gesetzestext allein zu lassen, stellt das Werkzeug dir eine überschaubare Zahl konkreter Fragen. Verarbeitest du besondere Datenkategorien wie Gesundheitsdaten? Findet eine systematische Überwachung statt? Werden Betroffene bewertet oder gescort? Nutzt du neue Technologien? Jede Frage ist gewichtet, denn nicht jeder Risikofaktor wägt gleich schwer.
Aus deinen Antworten berechnet der Check eine Punktzahl und ordnet sie einer von vier Risikostufen zu - von gering über mittel und hoch bis kritisch. Während du durch den Fragebogen gehst, siehst du die laufende Einschätzung schon mitwandern, sodass du ein Gefühl dafür bekommst, welche Antworten den Ausschlag geben.
Am Ende steht mehr als eine Ampel. Der Check nennt dir die kritischen Faktoren, die in deinem Fall besonders ins Gewicht fallen, und gibt konkrete nächste Schritte an die Hand - ob eine vollständige DSFA angezeigt ist, ob eine Konsultation der Aufsichtsbehörde in Betracht kommt oder ob das Risiko voraussichtlich gering bleibt. Dazu liefert er den passenden Verweis auf die Rechtsgrundlage.
Zur Einordnung zeigt das Werkzeug Beispielszenarien mit typischen Ergebnissen - etwa eine Videoüberwachung, ein Bewerber-Scoring oder ein einfacher Newsletter. So siehst du, wie sich Faktoren in der Praxis auf das Ergebnis auswirken, und kannst deinen eigenen Fall besser einschätzen.
Der Quick-Check ist ausdrücklich eine erste Orientierung, keine abschließende rechtliche Bewertung. Er hilft dir zu erkennen, ob das Thema DSFA für dich relevant ist und wie dringlich es ist. Ob im Einzelfall tatsächlich eine DSFA nötig ist und wie sie auszusehen hat, entscheidest du am besten gemeinsam mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einer Fachkraft.
Funktionen
Gewichteter Fragebogen
Konkrete Fragen zu Risikofaktoren, jede nach ihrem Gewicht bewertet - statt dich mit dem Gesetzestext allein zu lassen.
Vier Risikostufen
Das Ergebnis ordnet dein Vorhaben klar zwischen gering, mittel, hoch und kritisch ein.
Laufende Einschätzung
Schon während du antwortest, wandert die Risikostufe mit, damit du die Wirkung jeder Antwort siehst.
Kritische Faktoren benannt
Der Check hebt hervor, welche Aspekte in deinem Fall besonders schwer wiegen.
Konkrete nächste Schritte
Du bekommst eine Handlungsempfehlung mit Verweis auf die Rechtsgrundlage, nicht nur eine Ampel.
Beispielszenarien
Typische Fälle wie Videoüberwachung oder Scoring zeigen, wie Faktoren das Ergebnis beeinflussen.
So funktioniert es
- 1
Fragebogen starten
Beantworte die Fragen zu deiner geplanten Verarbeitung mit ja, nein oder unsicher. Hilfetexte erklären jede Frage.
- 2
Laufende Einschätzung beobachten
Die Risikostufe aktualisiert sich mit jeder Antwort, sodass du siehst, welche Faktoren zählen.
- 3
Ergebnis und Empfehlung lesen
Am Ende siehst du deine Risikostufe, die kritischen Faktoren und konkrete nächste Schritte.
- 4
Mit Fachkraft absichern
Nutze das Ergebnis als Grundlage für das Gespräch mit deinem Datenschutzbeauftragten.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Was ist eine DSFA?
Die Datenschutz-Folgenabschätzung ist ein Verfahren nach Art. 35 DSGVO, mit dem du die Risiken einer geplanten Datenverarbeitung für die Betroffenen vorab bewertest und Maßnahmen zu ihrer Minderung festlegst. Sie ist Pflicht, wenn ein hohes Risiko wahrscheinlich ist.
Ersetzt der Quick-Check eine echte DSFA?
Nein. Der Quick-Check hilft dir nur einzuschätzen, ob eine DSFA überhaupt erforderlich ist. Die eigentliche Folgenabschätzung ist ein eigenes, ausführliches Verfahren. Das Ergebnis ist eine Orientierung, keine verbindliche rechtliche Bewertung.
Wann ist eine DSFA verpflichtend?
Immer dann, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen mit sich bringt. Typische Auslöser sind umfangreiche Verarbeitung besonderer Datenkategorien, systematische Überwachung oder umfangreiches Scoring. Die Aufsichtsbehörden führen dazu Listen.
Werden meine Antworten gespeichert?
Der Check dient der Einschätzung deines Vorhabens und gibt dir das Ergebnis direkt aus. Du kannst es für die weitere Abstimmung mit deinem Datenschutzbeauftragten nutzen.
Was mache ich mit einem hohen Ergebnis?
Ein hohes oder kritisches Ergebnis ist ein deutliches Signal, eine vollständige DSFA durchzuführen und gegebenenfalls die Aufsichtsbehörde zu konsultieren. Besprich die nächsten Schritte mit einer Datenschutz-Fachkraft.
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