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Was Mieter-Suite kann
In Deutschland ist Mieten kein Handschlag, sondern ein kleiner Aktenberg. Kaution, Mietpreisbremse, Betriebskosten, Wohnfläche, Ummeldung - jedes Thema hat seinen eigenen Paragrafen, seine eigene Frist und seine eigene Chance, teuer schiefzugehen. Die Mieter-Suite fasst die sieben wichtigsten Werkzeuge unter einem Dach zusammen, sortiert nach dem, was du gerade brauchst: erst einziehen, dann prüfen und rechnen. Du wechselst über die Leiste links zwischen den Werkzeugen, dein zuletzt geöffnetes bleibt gemerkt.
Startpunkt ist der Mietvertrag. Der Mietvertrag-Creator führt dich Schritt für Schritt durch einen fairen Wohnraum-Mietvertrag, ohne die üblichen unwirksamen Klauseln, an denen Vermieter gern festhalten. Direkt daneben liegt das Übergabeprotokoll: Zählerstände, Mängel und Schlüsselzahl beim Ein- und Auszug sauber dokumentiert. Ein ordentliches Protokoll ist deine beste Versicherung gegen den Streit um die Kaution ein Jahr später. Das Ummelde-Paket sammelt danach alle Adressänderungen, vom Einwohnermeldeamt bis zur Kfz-Zulassung, auf einer abhakbaren Liste.
Kommen wir zum Geld. Die Kaution ist nach § 551 BGB auf höchstens drei Nettokaltmieten gedeckelt, und du darfst sie in drei gleichen Monatsraten zahlen. Der Kautions-Rechner zeigt dir die Höchstgrenze und rechnet gleich die Zinsen aus, denn dein Vermieter muss die Kaution getrennt vom eigenen Vermögen und verzinst anlegen. Am Ende des Mietverhältnisses steht dir dieses Geld samt Zinsen zu - viele Mieter lassen es liegen, weil sie es schlicht nicht nachrechnen.
Bei der Miete selbst ist die Mietpreisbremse nach § 556d BGB der Hebel. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt darf die Miete zu Beginn höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Der Mietpreisbremse-Check hilft dir einzuschätzen, ob deine Miete in diesem Rahmen liegt und wo Ausnahmen wie Neubau oder umfassende Modernisierung greifen. Das ersetzt kein Mietspiegel-Gutachten, aber es sagt dir, ob sich der genauere Blick lohnt.
Einmal im Jahr flattert die Betriebskostenabrechnung ins Haus, und erfahrungsgemäß ist ein guter Teil davon fehlerhaft. Der Nebenkosten-Prüfer geht die Abrechnung Posten für Posten mit dir durch: Sind nur umlagefähige Kosten nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV) enthalten? Stimmt der Verteilerschlüssel? Wurde die Zwölfmonatsfrist eingehalten? Wer hier genau hinschaut, holt sich im Schnitt gutes Geld zurück oder wehrt eine unberechtigte Nachzahlung ab.
Zum Schluss die Fläche, auf der das alles passiert. Steht im Vertrag eine Wohnfläche, die es gar nicht gibt, zahlst du womöglich seit Jahren zu viel Miete und zu hohe Nebenkosten. Der Wohnflächen-Checker rechnet nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) nach, inklusive der halben Anrechnung von Flächen unter Dachschrägen und Balkonen. Weicht die echte Fläche deutlich ab, hast du einen handfesten Ansatzpunkt.
Ein ehrliches Wort zum Schluss: Die Mieter-Suite ist ein Werkzeugkasten, keine Anwaltskanzlei. Sie rechnet, dokumentiert und ordnet ein, sie trifft aber keine verbindliche rechtliche Entscheidung für deinen konkreten Fall. Für eine belastbare Einschätzung sind der örtliche Mieterverein oder eine Fachanwältin für Mietrecht die richtige Adresse - oft mit deiner Suite-Auswertung als gut vorbereiteter Gesprächsgrundlage.
Funktionen
Sieben Werkzeuge, ein Cockpit
Vertrag, Übergabe, Ummeldung, Kaution, Mietpreisbremse, Nebenkosten und Wohnfläche - sortiert nach Einziehen und Prüfen.
Kaution nach § 551 BGB
Höchstgrenze von drei Nettokaltmieten und die Zinsen, die dir am Ende zustehen, sauber ausgerechnet.
Mietpreisbremse einschätzen
Prüfe nach § 556d BGB, ob deine Miete höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.
Nebenkosten Posten für Posten
Gegenlesen nach BetrKV: nur umlagefähige Kosten, richtiger Verteilerschlüssel, Zwölfmonatsfrist eingehalten.
Wohnfläche nach WoFlV
Rechne die echten Quadratmeter nach, inklusive halber Anrechnung unter Dachschrägen und für Balkone.
Übergabe lückenlos dokumentiert
Zählerstände, Mängel und Schlüssel beim Ein- und Auszug festhalten - deine Versicherung gegen Kautionsstreit.
Läuft lokal, keine Anmeldung nötig
Alle Rechnungen und Entwürfe entstehen in deinem Browser. Deine Mietdaten bleiben bei dir.
Merkt sich deinen Platz
Das zuletzt geöffnete Werkzeug wird gespeichert, sodass du beim nächsten Mal genau dort weitermachst.
So funktioniert es
- 1
Bereich wählen
Links in der Leiste stehen zwei Gruppen: Einziehen sowie Prüfen & Rechnen. Klick dich zum Thema, das gerade ansteht.
- 2
Werkzeug öffnen
Wähle das passende Werkzeug, etwa den Kautions-Rechner oder den Nebenkosten-Prüfer. Es lädt direkt im rechten Bereich.
- 3
Deine Zahlen eingeben
Trag Miete, Fläche oder die Posten deiner Abrechnung ein. Jedes Werkzeug rechnet und dokumentiert sofort mit.
- 4
Ergebnis nutzen
Nimm das Ergebnis als Vorbereitung fürs Gespräch mit Vermieter, Mieterverein oder Anwältin. Deine Auswahl bleibt gemerkt.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Welche Werkzeuge stecken in der Mieter-Suite?
Sieben: Mietvertrag-Creator, Übergabeprotokoll, Ummelde-Paket, Kautions-Rechner, Mietpreisbremse-Check, Nebenkosten-Prüfer und Wohnflächen-Checker. Jedes gibt es auch einzeln, die Suite bündelt sie nur an einem Ort.
Wie hoch darf meine Kaution sein?
Nach § 551 BGB höchstens drei Nettokaltmieten, also die Miete ohne Betriebskosten. Du darfst sie in drei gleichen Monatsraten zahlen, und der Vermieter muss sie verzinst und getrennt anlegen. Der Kautions-Rechner zeigt dir Grenze und Zinsen.
Was macht der Mietpreisbremse-Check?
Er hilft dir einzuschätzen, ob deine Miete in einem Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt die Grenze des § 556d BGB einhält, also höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Ausnahmen wie Neubau oder umfassende Modernisierung werden berücksichtigt.
Lohnt es sich, die Nebenkostenabrechnung zu prüfen?
Fast immer. Ein großer Teil der Abrechnungen enthält Fehler, etwa nicht umlagefähige Kosten, falsche Verteilerschlüssel oder eine verpasste Zwölfmonatsfrist. Der Nebenkosten-Prüfer geht die Posten mit dir durch, damit du keine unberechtigte Nachzahlung leistest.
Ersetzt die Mieter-Suite eine Rechtsberatung?
Nein. Die Suite rechnet, dokumentiert und ordnet ein, trifft aber keine verbindliche rechtliche Entscheidung für deinen Fall. Für eine belastbare Einschätzung sind der Mieterverein oder eine Fachanwältin für Mietrecht die richtige Adresse - gern mit deiner Suite-Auswertung als Grundlage.
Werden meine Mietdaten gespeichert?
Die Rechnungen laufen in deinem Browser, deine Zahlen bleiben auf deinem Gerät. Gespeichert wird nur, welches Werkzeug du zuletzt offen hattest, damit die Suite beim nächsten Öffnen dort weitermacht.
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