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Was Mietpreisbremse-Check kann
Die Mietpreisbremse nach § 556d BGB soll verhindern, dass Mieten in angespannten Wohnlagen bei jeder Neuvermietung explodieren. Die Regel klingt einfach: In einem Gebiet mit Mietpreisbremse darf die Miete bei Wiedervermietung höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. In der Praxis scheitert die Anwendung oft daran, dass Mieter gar nicht wissen, ob die Bremse gilt und wie hoch die Vergleichsmiete überhaupt ist.
Genau hier setzt der Check an. Du wählst deine Stadt aus einer Datenbank von 35 Städten, in denen die Mietpreisbremse gilt, gibst Wohnfläche, Kaltmiete, Baujahr und Ausstattung ein, und das Werkzeug rechnet aus, wo die zulässige Höchstmiete für deine Wohnung liegt und ob deine Miete darüber liegt. Es zeigt dir die Differenz pro Quadratmeter, pro Monat, pro Jahr und über drei Jahre - damit siehst du schwarz auf weiß, um welche Summen es geht.
Die Mietpreisbremse hat wichtige Ausnahmen, und der Check berücksichtigt sie. Für Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, gilt sie nicht (§ 556f BGB). Auch nach einer umfassenden Modernisierung gelten Sonderregeln. Und wenn schon der Vormieter mehr als die zulässige Miete gezahlt hat, darf diese höhere Miete weiterverlangt werden (§ 556e BGB, Vormietermiete). Der Check fragt diese Punkte ab, damit du kein falsches Ergebnis bekommst.
Auch die Modernisierungsumlage lässt sich einbeziehen. Hat der Vermieter modernisiert, darf er einen Teil der Kosten auf die Miete umlegen, was die zulässige Grenze erhöht. Das Werkzeug rechnet das mit ein, damit dein Ergebnis realistisch bleibt und du dich nicht auf eine Rüge stützt, die vor Gericht keinen Bestand hätte.
Kommt heraus, dass deine Miete zu hoch ist, hilft der Rüge-Generator. Um zu viel gezahlte Miete zurückzufordern, musst du die Miethöhe nach § 556g BGB qualifiziert rügen - also schriftlich beim Vermieter beanstanden. Der Generator erstellt dir dieses Rüge-Schreiben mit deinen Daten, sodass du es nur noch abschicken musst.
Ein ehrlicher Hinweis zur Einordnung: Die hinterlegten Vergleichsmieten sind fundierte Richtwerte je Stadt und Ausstattung, aber sie ersetzen nicht den qualifizierten Mietspiegel deiner Stadt, der im Streitfall die verbindliche Grundlage ist. Der Check gibt dir eine sehr gute erste Einschätzung und die Argumente an die Hand - eine Rechtsberatung ersetzt er nicht. Alles läuft lokal im Browser, deine Mietdaten verlassen dein Gerät nicht.
Funktionen
35 Städte hinterlegt
Von Berlin über München bis Leipzig - Städte mit Mietpreisbremse samt Geltungszeitraum.
Höchstmiete berechnen
Vergleichsmiete plus zehn Prozent ergibt die zulässige Grenze - und die Differenz zu deiner Miete.
Ausnahmen berücksichtigt
Neubau ab Oktober 2014, umfassende Modernisierung und die höhere Vormietermiete werden abgefragt.
Modernisierungsumlage
Bezieht eine mögliche Modernisierungsumlage ein, damit die zulässige Grenze realistisch bleibt.
Ersparnis über drei Jahre
Zeigt die Differenz pro Quadratmeter, Monat, Jahr und über drei Jahre - klar in Euro.
Rüge-Generator nach § 556g
Erstellt das qualifizierte Rüge-Schreiben, mit dem du zu viel gezahlte Miete zurückforderst.
Läuft lokal, ohne Konto
Alle Berechnungen passieren im Browser. Deine Mietdaten verlassen dein Gerät nicht.
So funktioniert es
- 1
Stadt wählen
Wähle deine Stadt aus der Liste. Das Werkzeug prüft gleich, ob die Mietpreisbremse dort gilt.
- 2
Wohnung beschreiben
Wohnfläche, Kaltmiete, Baujahr und Ausstattung eingeben, damit die Vergleichsmiete passt.
- 3
Ausnahmen prüfen
Angeben, ob es sich um einen Neubau handelt oder der Vormieter mehr gezahlt hat.
- 4
Ergebnis und Rüge
Die zulässige Höchstmiete und die Differenz ablesen und bei Bedarf das Rüge-Schreiben erstellen.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Wie viel darf meine Miete höchstens sein?
In einem Gebiet mit Mietpreisbremse höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 556d BGB). Der Check rechnet diese Grenze für deine Wohnung aus und zeigt dir, ob deine Kaltmiete darüber liegt.
Für welche Wohnungen gilt die Mietpreisbremse nicht?
Sie gilt nicht für Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, und nicht bei der ersten Vermietung nach einer umfassenden Modernisierung (§ 556f BGB). Außerdem darf eine bereits höhere Vormietermiete weiterverlangt werden (§ 556e BGB).
Was ist eine Rüge und warum brauche ich sie?
Um zu viel gezahlte Miete zurückzufordern, musst du die überhöhte Miete nach § 556g BGB qualifiziert rügen, also schriftlich beim Vermieter beanstanden. Erst ab der Rüge kannst du die Differenz zurückverlangen. Der Generator erstellt dir dieses Schreiben.
Sind die Vergleichsmieten verbindlich?
Nein. Die im Check hinterlegten Werte sind fundierte Richtwerte je Stadt und Ausstattung und geben dir eine gute erste Einschätzung. Verbindliche Grundlage im Streitfall ist der qualifizierte Mietspiegel deiner Stadt. Nutze das Ergebnis als Ausgangspunkt, nicht als letztes Wort.
Ist das eine Rechtsberatung?
Nein. Der Check gibt dir eine fundierte Orientierung mit den echten Paragrafen, ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung. Bei einem konkreten Streit sind der Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht die richtige Adresse.
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