Ein Blick hinein
Diese sichere Vorschau zeigt, wofür das Werkzeug da ist, ohne kontogebundene Aktionen auszuführen.
Was Nebenkostenprüfer kann
Die jährliche Nebenkostenabrechnung ist für viele Mieter eine Blackbox: eine Liste von Posten, eine Nachzahlung am Ende, und keiner weiß so recht, ob das stimmt. Dabei sind Fehler eher die Regel als die Ausnahme. Der Nebenkostenprüfer bringt Licht ins Dunkel, indem er jeden einzelnen Posten einordnet und dir sagt, ob er zulässig ist und ob die Höhe im Rahmen liegt.
Grundlage ist § 2 der Betriebskostenverordnung, die abschließend regelt, welche 17 Arten von Betriebskosten überhaupt auf Mieter umgelegt werden dürfen - von Grundsteuer über Wasser, Heizung, Aufzug und Müllabfuhr bis zur Gebäudereinigung. Was nicht in dieser Liste steht, hat auf der Abrechnung nichts verloren. Der Prüfer kennt alle 17 Arten mit der jeweiligen Rechtsgrundlage.
Für jede Position vergleicht das Werkzeug deine Kosten pro Quadratmeter mit den Durchschnitts- und Höchstwerten des Betriebskostenspiegels. Eine Ampel zeigt dir sofort, wo du im grünen Bereich liegst, wo es gelb wird und wo ein Posten auffällig teuer ist. So erkennst du auf einen Blick, welche Zeilen du dir genauer ansehen solltest, und wie viel Einsparpotenzial insgesamt drinsteckt.
Besonders wertvoll ist die Erkennung unzulässiger Kosten. Verwaltungskosten, Reparaturen und Instandhaltung, Bankgebühren, Kontoführung oder Rechtsschutz gehören nicht in eine Nebenkostenabrechnung, tauchen aber trotzdem regelmäßig auf. Der Prüfer benennt diese typischen Schummelposten samt Rechtsgrundlage, damit du sie gezielt beanstanden kannst.
Zwei formale Punkte prüft das Werkzeug gleich mit. Die Heizkosten müssen zu 50 bis 70 Prozent nach Verbrauch verteilt werden (§ 7 HeizkostenV); verteilt der Vermieter sie nur nach Fläche, darfst du deinen Anteil um 15 Prozent kürzen. Und die Frist: Der Vermieter muss die Abrechnung innerhalb von zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen (§ 556 Abs. 3 BGB), fällt das Ende auf ein Wochenende oder einen Feiertag, zählt der nächste Werktag. Ist er zu spät, kann er eine Nachzahlung meist nicht mehr verlangen. Das Werkzeug rechnet auch deine eigene Einwendungsfrist aus und trägt sie auf Wunsch in den Fristenwächter ein.
Findet der Prüfer echte Gründe, also nicht umlagefähige Posten, eine verpasste Frist oder Heizkosten ohne Verbrauchsanteil, erstellt er dir ein Widerspruchsschreiben; liegen Posten nur über dem Durchschnitt, ein Schreiben mit der Bitte um Belegeinsicht. Zur Einordnung: Das Werkzeug ersetzt keine Rechtsberatung, und die Vergleichswerte sind bundesweite Durchschnitte, keine Werte für genau deinen Ort. Es gibt dir aber eine fundierte Grundlage, mit der du die Abrechnung selbstbewusst hinterfragst. Alles läuft im Browser; deine Eingaben bleiben unter deinem Konto in diesem Browser gespeichert.
Funktionen
Alle 17 Betriebskostenarten
Prüft jeden Posten gegen die abschließende Liste des § 2 BetrKV mit der jeweiligen Rechtsgrundlage.
Vergleich mit dem Betriebskostenspiegel
Ampel je Position - deine Kosten pro Quadratmeter gegen Durchschnitts- und Höchstwerte.
Unzulässige Kosten erkennen
Verwaltungskosten, Reparaturen, Bankgebühren und Co. - typische Schummelposten samt Rechtsgrundlage.
12-Monats-Frist prüfen
Prüft, ob die Abrechnung rechtzeitig kam - ist der Vermieter zu spät, entfällt oft die Nachzahlung.
Heizkosten nach Verbrauch
Fragt, wie die Heizkosten verteilt wurden, und rechnet bei reiner Flächenverteilung die Kürzung um 15 Prozent aus.
Widerspruchsschreiben
Erstellt ein fertiges Widerspruchsschreiben mit deinen Daten und den konkreten Beanstandungen.
Läuft lokal, ohne Konto
Alle Prüfungen passieren im Browser. Deine Abrechnungsdaten bleiben in diesem Browser.
So funktioniert es
- 1
Wohnfläche eingeben
Gib die Wohnfläche an, damit die Kosten pro Quadratmeter richtig berechnet werden.
- 2
Posten übernehmen
Trag die Beträge deiner Abrechnung in die passenden Betriebskostenarten ein.
- 3
Ergebnis prüfen
Die Ampel zeigt auffällige Posten, unzulässige Kosten und ob die Frist eingehalten wurde.
- 4
Widerspruch erstellen
Bei Auffälligkeiten das fertige Widerspruchsschreiben erzeugen und an den Vermieter schicken.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Welche Nebenkosten darf der Vermieter überhaupt umlegen?
Nur die 17 Betriebskostenarten aus § 2 der Betriebskostenverordnung, zum Beispiel Grundsteuer, Wasser, Heizung, Aufzug, Müllabfuhr und Gebäudereinigung. Die Liste ist abschließend. Was dort nicht steht, ist nicht umlagefähig und darf nicht auf der Abrechnung stehen.
Sind Verwaltungs- und Reparaturkosten erlaubt?
Nein. Verwaltungskosten, Reparaturen und Instandhaltung, Bankgebühren oder Rechtsschutzversicherungen gehören nicht in die Nebenkostenabrechnung. Sie tauchen trotzdem oft auf. Der Prüfer erkennt diese typischen unzulässigen Posten und nennt dir die Rechtsgrundlage für den Widerspruch.
Bis wann muss die Abrechnung da sein?
Der Vermieter muss die Abrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen (§ 556 Abs. 3 BGB). Endet die Frist an einem Wochenende oder Feiertag, zählt der nächste Werktag (§ 193 BGB). Kommt sie später, kann er eine Nachzahlung nicht mehr verlangen, es sei denn, er hat die Verspätung nicht zu vertreten - dein Guthaben musst du aber weiterhin bekommen.
Wie schnell muss ich widersprechen?
Für einen Einwand gegen die Abrechnung hast du nach Zugang zwölf Monate Zeit (§ 556 Abs. 3 BGB). Nutze die Zeit, um die Belege einzusehen und die Posten zu prüfen. Der Prüfer hilft dir, die Fehler zu finden, und erstellt dir das Widerspruchsschreiben.
Ersetzt das eine Rechtsberatung?
Nein. Der Prüfer gibt dir eine fundierte Einordnung mit den echten Paragrafen und bundesweiten Vergleichswerten, ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung. Die Vergleichszahlen sind Durchschnitte, keine Werte für genau deinen Ort. Bei Streit hilft der Mieterverein oder ein Fachanwalt.
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