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HinweisDer Inkasso-Check ist eine Einschätzung nach deinen Angaben, keine Rechtsberatung. Ob und wie viel du schuldest, entscheidet im Streit ein Gericht; bei einem gerichtlichen Mahnbescheid oder hohen Beträgen helfen Verbraucherzentrale, Schuldnerberatung oder ein Anwalt. Keine rechtsverbindliche Auskunft.
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Inkasso-Check

Ein Inkasso-Brief im Kasten, rote Zahlen, eine knappe Frist, und unten stehen Kosten, die fast so hoch sind wie die eigentliche Rechnung. Der Inkasso-Check zeigt dir in Ruhe, was davon wirklich geschuldet ist: Forderung, Verjährung, Verzug, Zinsen und ob die Inkassokosten über der gesetzlichen Grenze liegen. Danach schreibt er dir die passende Antwort.

Ein Blick hinein

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Inkassokosten gegen die gesetzliche Grenze

Inkassokosten gegen die gesetzliche Grenze
Verjährung und Verzug
Verzugszinsen taggenau
Fake-Inkasso erkennen
Schreibgeschützte Vorschau. Zum Benutzen Werkzeug öffnen.

Diese sichere Vorschau zeigt, wofür das Werkzeug da ist, ohne kontogebundene Aktionen auszuführen.

Was Inkasso-Check kann

Inkasso-Briefe sind so geschrieben, dass man schnell zahlt. Viele Forderungen sind berechtigt, aber längst nicht alle Kosten. Die Verbraucherzentralen finden in Inkasso-Schreiben seit Jahren überhöhte Gebühren, Kontoführungsgebühren und Pauschalen, die es so gar nicht geben darf. Der Inkasso-Check legt jede Position neben das Gesetz und sagt dir Punkt für Punkt: in Ordnung, prüfen oder zurückweisen.

Los geht es mit der Forderung selbst. Kennst du sie, hast du schon bezahlt, hältst du sie für falsch oder hast du nie davon gehört? Danach prüft das Werkzeug die Verjährung: Die meisten Forderungen verjähren nach drei Jahren, gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem sie entstanden sind (§§ 195, 199 BGB). Inkasso-Briefe halten diese Frist nicht an. Was sie anhält oder neu starten lässt, etwa ein gerichtlicher Mahnbescheid oder eine Teilzahlung, fragt der Check ausdrücklich ab.

Dann der Verzug. Zinsen und Inkassokosten muss nur zahlen, wer schon in Verzug war, als das Inkasso eingeschaltet wurde (§ 286 BGB). Als Privatperson kommst du in der Regel erst durch eine Mahnung in Verzug, durch einen festen Zahlungstermin oder nach 30 Tagen, wenn die Rechnung ausdrücklich darauf hinweist. Fehlt das alles, sind Inkassokosten und Zinsen nicht geschuldet. Die Verzugszinsen rechnet der Check taggenau mit dem amtlichen Basiszins der Bundesbank: 5 Prozentpunkte darüber für Privatleute, 9 zwischen Firmen (§ 288 BGB).

Das Herzstück sind die Inkassokosten. Erstattet werden müssen sie höchstens so hoch, wie ein Anwalt sie verlangen dürfte (§ 13e Abs. 1 RDG). Für unbestrittene Forderungen ist das in der Regel die 0,9-fache Gebühr, bei Zahlung innerhalb von zwei Wochen nach dem ersten Schreiben nur die 0,5-fache, und nie mehr als 1,3 (Nr. 2300 VV RVG). Seit dem 1. Juni 2025 gilt die neue Gebührentabelle des § 13 RVG nach dem KostBRÄG 2025, die volle Gebühr bis 500 Euro beträgt 51,50 Euro, für Kleinforderungen bis 50 Euro 31,50 Euro. Dazu kommt eine Auslagenpauschale von 20 Prozent, höchstens 20 Euro. Bei 300 Euro Forderung sind das zusammen 55,62 Euro, nicht 90 und nicht 120.

Auch der Absender wird geprüft. Seriöse Inkassobüros stehen im öffentlichen Rechtsdienstleistungsregister, Anwälte im Anwaltsverzeichnis. Das erste Schreiben an eine Privatperson muss Auftraggeber, Forderungsgrund mit Vertrag und Datum, Zinsberechnung, Kostenaufstellung und die Aufsichtsbehörde nennen (§ 13a RDG). Fehlt das, verlangst du es schriftlich, bevor du zahlst. Und kommt ein gelber Umschlag vom Amtsgericht, zeigt der Check sofort die Zwei-Wochen-Frist für den Widerspruch und schickt dich zur Verbraucherzentrale, Schuldnerberatung oder zum Anwalt.

Am Ende steht eine klare Empfehlung: zahlen, die Hauptforderung zahlen und die Kosten bestreiten, alles schriftlich bestreiten oder die Einrede der Verjährung erheben. Den passenden Brief nach DIN 5008 baut das Werkzeug mit deiner Adresse aus dem Amtsprofil, zum Drucken oder als PDF für den Aktenschrank, und die Antwortfrist trägst du mit einem Klick in den Fristenwächter ein. Alles läuft in deinem Browser. Der Inkasso-Check ist keine Rechtsberatung und ersetzt keinen Anwalt und keine Verbraucherzentrale; er hilft dir, das Schreiben zu verstehen und deine Antwort selbst vorzubereiten.

Funktionen

Inkassokosten gegen die gesetzliche Grenze

Gebührentabelle des § 13 RVG nach dem KostBRÄG 2025, 0,5, 0,9 oder 1,3 nach Nr. 2300 VV RVG, Auslagenpauschale und Kleinforderungen bis 50 Euro.

Verjährung und Verzug

Drei Jahre zum Jahresende, Hemmung und Neubeginn als Hinweise, und ob du beim Einschalten des Inkassos überhaupt in Verzug warst.

Verzugszinsen taggenau

Mit dem amtlichen Basiszins der Bundesbank: 5 Prozentpunkte für Privatleute, 9 zwischen Firmen. Zu hohe Zinsen fallen sofort auf.

Fake-Inkasso erkennen

Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister und die Pflichtangaben nach § 13a RDG als Checkliste.

Fünf Antwortbriefe nach DIN 5008

Widerspruch, Einrede der Verjährung, Teilzahlung mit Bestreiten der Kosten, Ratenzahlung oder Bitte um Nachweise, mit Absender aus dem Amtsprofil.

Fristen im Blick

Antwortfrist, Zahltag für die 0,5-Gebühr und die Zwei-Wochen-Frist beim gerichtlichen Mahnbescheid direkt in den Fristenwächter.

So funktioniert es

  1. 1

    Brief neben dich legen

    Trag ein, wer schreibt, die Hauptforderung, das Fälligkeitsdatum und ob du vorher gemahnt wurdest.

  2. 2

    Kosten abschreiben

    Inkassokosten, Zinsen, Mahnkosten, Kontoführung und alles andere, was im Brief steht. Leere Felder zählen als null.

  3. 3

    Ergebnis lesen

    Du siehst für jeden Punkt grün, gelb oder rot mit Paragraph, was gefordert und was wahrscheinlich geschuldet ist, und eine klare Empfehlung.

  4. 4

    Antwort schicken

    Brief wählen, Adresse aus dem Amtsprofil übernehmen, drucken oder als PDF ablegen, Frist eintragen und per Einschreiben schicken.

Wer das braucht

→Menschen, die einen Inkasso-Brief bekommen haben und wissen wollen, ob sie wirklich alles zahlen müssen.
→Alle, die eine Forderung nicht kennen oder schon bezahlt haben und schriftlich widersprechen wollen.
→Schuldner mit alten Forderungen, die prüfen wollen, ob die Verjährung greift.
→Selbstständige und kleine Firmen, die Zinsen und die 40-Euro-Pauschale nachrechnen wollen.
→Menschen, die nicht auf einmal zahlen können und eine Ratenzahlung sauber anbieten wollen.

Häufige Fragen

Wie hoch dürfen Inkassokosten 2026 sein?

Höchstens so hoch wie die Gebühren eines Anwalts (§ 13e Abs. 1 RDG). Bei einer unbestrittenen Forderung ist das in der Regel die 0,9-fache Gebühr nach § 13 RVG plus 20 Prozent Auslagenpauschale, höchstens 20 Euro. Bei 300 Euro Forderung sind das 55,62 Euro, bei 1.000 Euro 100,44 Euro. Zahlst du innerhalb von zwei Wochen nach dem ersten Schreiben, ist es in der Regel nur die 0,5-fache Gebühr.

Muss ich Kontoführungsgebühren an das Inkasso zahlen?

Nein. Kontoführung ist eigener Verwaltungsaufwand des Inkassos und mit der Inkassogebühr abgegolten. Auch Kosten für Bonitäts- oder SCHUFA-Auskünfte musst du nicht tragen.

Wann ist eine Forderung verjährt?

Die meisten Forderungen verjähren nach drei Jahren zum Jahresende (§§ 195, 199 BGB): Eine Rechnung aus 2022 ist mit Ablauf des 31.12.2025 verjährt. Ein gerichtlicher Mahnbescheid, eine Klage oder Verhandlungen halten die Frist an, eine Teilzahlung oder ein Anerkenntnis lässt sie neu beginnen. Verjährt heißt nicht automatisch weg: Du musst die Einrede der Verjährung erheben.

Darf ein Inkasso 40 Euro Pauschale verlangen?

Von Privatleuten nie. Die 40-Euro-Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB gibt es nur, wenn der Schuldner kein Verbraucher ist, und auch dann wird sie auf die Inkassokosten angerechnet.

Wie erkenne ich ein Fake-Inkasso?

Echte Inkassobüros stehen im Rechtsdienstleistungsregister des Bundes. Das erste Schreiben muss Auftraggeber, Vertrag mit Datum, Zinsberechnung, Kosten und Aufsichtsbehörde nennen. Drohungen mit Haft, Druck über Messenger oder Zahlung per Gutschein sind Warnzeichen. Im Zweifel: nicht zahlen, beim ursprünglichen Gläubiger nachfragen.

Was tun bei einem gerichtlichen Mahnbescheid?

Ein Mahnbescheid kommt im gelben Umschlag vom Amtsgericht. Du hast zwei Wochen ab Zustellung für den Widerspruch mit dem beigelegten Formular, an das Gericht, nicht an das Inkasso (§§ 692, 694 ZPO). Hol dir dafür Hilfe bei der Verbraucherzentrale, einer Schuldnerberatung oder einem Anwalt.

Ersetzt der Inkasso-Check eine Rechtsberatung?

Nein. Der Check ist eine Einschätzung nach deinen Angaben und hilft dir, das Schreiben zu verstehen und deine Antwort vorzubereiten. Bei einem Mahnbescheid, hohen Beträgen oder Streit über die Forderung helfen Verbraucherzentrale, Schuldnerberatung oder ein Anwalt.

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