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Crypto FIFO/LIFO

Wer im selben Coin mehrfach gekauft und dann teilweise verkauft hat, steht bei der Steuer vor der Frage: Welche Einheiten hast du eigentlich veräußert? Crypto FIFO/LIFO ordnet deine Trades nach der First-In-First-Out-Methode zu, wie sie der BFH bestätigt hat, prüft die einjährige Haltefrist und die 1.000-EUR-Freigrenze und zeigt dir zum Vergleich, was LIFO ergäbe.

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Was Crypto FIFO/LIFO kann

Kryptogewinne sind private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG, und die Krux liegt in der Zuordnung. Hast du Bitcoin zu drei verschiedenen Kursen gekauft und verkaufst dann die Hälfte, muss das Finanzamt wissen, welche Anschaffung du veräußerst - denn davon hängen Haltefrist und Gewinn ab. Crypto FIFO/LIFO nimmt dir diese Lot-Zuordnung ab und rechnet sie sauber durch, Trade für Trade.

Die Standardmethode ist FIFO: First In, First Out. Die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 14.02.2023 (VIII R 4/15) bestätigt, dass FIFO eine angemessene Verbrauchsreihenfolge für Kryptowährungen ist, und auch das BMF-Schreiben vom 10.05.2022 sieht FIFO in Randnummer 58 als zulässig vor. LIFO - Last In, First Out - wird toleriert, wenn du es konsistent anwendest, doch die Finanzämter bevorzugen FIFO. Der Rechner zeigt beide Ergebnisse nebeneinander, damit du die Differenz siehst.

Der wichtigste Freund des Krypto-Anlegers ist die einjährige Haltefrist. Wer eine Kryptowährung länger als ein Jahr hält, veräußert sie komplett steuerfrei. Die Frist beginnt am Tag nach der Anschaffung und endet exakt 365 Tage später. Crypto FIFO/LIFO prüft für jede zugeordnete Einheit, ob sie diese Frist gerissen hat, und markiert steuerfreie von steuerpflichtigen Veräußerungen sauber getrennt.

Ein häufiger Irrtum betrifft Staking und Lending. Früher hieß es, gestakte Coins hätten eine auf zehn Jahre verlängerte Haltefrist. Diese Sorge ist ausgeräumt: Seit 2023 gilt auch für gestakte Kryptowährungen die normale einjährige Haltefrist. Der Rechner arbeitet mit dieser aktuellen Rechtslage, damit du nicht unnötig länger hältst als nötig.

Die zweite Stellschraube ist die Freigrenze von 1.000 EUR pro Jahr nach § 23 Abs. 3 EStG. Bleiben deine gesamten privaten Veräußerungsgewinne im Jahr darunter, sind sie steuerfrei. Aber Achtung: Das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Überschreitest du die 1.000 EUR auch nur knapp, wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Der Rechner behält diese Kante im Blick.

Du kannst deine Trades per CSV importieren, statt jede Zeile abzutippen, und bekommst am Ende eine Aufstellung, die du für die Anlage SO deiner Steuererklärung nutzen kannst. Alles läuft dabei geschützt, deine Handelsdaten bleiben in deiner Kontrolle. Der Rechner ersetzt keine Steuerberatung - Sonderfälle wie Hard Forks, gewerblicher Handel oder ausländische Börsen können die Einordnung verändern. Nimm die Ergebnisse als belastbare Grundlage, nicht als letztes Wort.

Funktionen

FIFO nach BFH-Rechtsprechung

First In, First Out als vom BFH (VIII R 4/15) und BMF-Schreiben Rn. 58 bestätigte Standardmethode - genau so, wie das Finanzamt es akzeptiert.

LIFO-Vergleich

Der Rechner zeigt zusätzlich das Last-In-First-Out-Ergebnis, damit du die Differenz zwischen beiden Methoden siehst.

Haltefrist-Prüfung

Für jede zugeordnete Einheit prüft das Tool die einjährige Frist ab dem Tag nach der Anschaffung und trennt steuerfrei von steuerpflichtig.

Freigrenze 1.000 EUR

Der Rechner behält die Jahresfreigrenze nach § 23 Abs. 3 EStG im Blick und warnt vor dem Kippen bei Überschreitung.

Staking korrekt behandelt

Keine verlängerte Haltefrist mehr für gestakte Coins - der Rechner arbeitet mit der Rechtslage seit 2023.

CSV-Import

Lade deine Trades als CSV, statt jede Zeile einzeln einzutippen - der Parser ordnet sie den Lots zu.

Fertig für die Anlage SO

Am Ende steht eine Aufstellung, die du direkt für die Anlage SO deiner Steuererklärung verwenden kannst.

So funktioniert es

  1. 1

    Trades erfassen oder importieren

    Trag Käufe und Verkäufe mit Datum, Menge und Kurs ein oder lade sie als CSV von deiner Börse.

  2. 2

    Methode wählen

    FIFO ist der Standard und BFH-konform. Schalte auf LIFO, um den Vergleich zu sehen.

  3. 3

    Zuordnung prüfen

    Der Rechner ordnet jede Veräußerung den passenden Lots zu und zeigt Haltefrist und Gewinn pro Trade.

  4. 4

    Ergebnis für die Steuer nutzen

    Übernimm die steuerpflichtigen Gewinne in die Anlage SO und prüfe Sonderfälle mit dem Steuerberater.

Wer das braucht

Anleger, die im selben Coin mehrfach gekauft und teilverkauft haben.
Alle, die prüfen wollen, ob die einjährige Haltefrist gerissen ist.
Trader, die FIFO und LIFO gegeneinander rechnen wollen.
Steuerpflichtige, die eine saubere Aufstellung für die Anlage SO brauchen.
Krypto-Sparer, die vor dem Verkauf die 1.000-EUR-Freigrenze im Blick behalten.

Häufige Fragen

Muss ich FIFO oder LIFO benutzen?

FIFO ist die Standardmethode und wurde vom BFH mit Urteil vom 14.02.2023 (VIII R 4/15) sowie im BMF-Schreiben vom 10.05.2022 als zulässig bestätigt. LIFO wird toleriert, wenn du es konsistent anwendest, doch die Finanzämter bevorzugen FIFO. Der Rechner zeigt dir beide Ergebnisse.

Wann sind meine Kryptogewinne steuerfrei?

Wer eine Kryptowährung länger als ein Jahr hält, veräußert sie steuerfrei. Die Frist beginnt am Tag nach der Anschaffung und endet exakt 365 Tage später. Zusätzlich sind Gewinne bis 1.000 EUR im Jahr nach § 23 Abs. 3 EStG steuerfrei.

Gilt für Staking eine längere Haltefrist?

Nein, nicht mehr. Früher war eine auf zehn Jahre verlängerte Frist im Gespräch, doch seit 2023 gilt auch für gestakte Kryptowährungen die normale einjährige Haltefrist. Der Rechner arbeitet mit dieser aktuellen Rechtslage.

Was bedeutet die 1.000-EUR-Freigrenze genau?

Bleiben deine gesamten privaten Veräußerungsgewinne im Jahr unter 1.000 EUR, sind sie steuerfrei. Es ist aber eine Freigrenze, kein Freibetrag: Überschreitest du sie, wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil über 1.000 EUR.

Kann ich meine Trades importieren?

Ja. Statt jede Zeile abzutippen, kannst du deine Käufe und Verkäufe als CSV hochladen. Der Parser ordnet sie den Lots zu und rechnet Haltefrist und Gewinn pro Trade durch.

Ersetzt der Rechner meinen Steuerberater?

Nein. Sonderfälle wie Hard Forks, gewerblicher Handel, DeFi oder ausländische Börsen können die steuerliche Einordnung verändern. Der Rechner liefert eine belastbare Grundlage für die Anlage SO, ersetzt aber keine individuelle Steuerberatung.

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