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PlusFinanzen

Miete vs. Kauf

Mieten oder kaufen - die Frage, die Beziehungen und Familienessen sprengt. Miete vs. Kauf rechnet sie nüchtern durch: Kaufnebenkosten inklusive Grunderwerbsteuer je Bundesland, Kredit, Instandhaltung und Hausgeld auf der einen Seite, Miete plus angelegtes Eigenkapital auf der anderen. Am Ende steht ein ehrlicher Break-even und der Vermögensvergleich über die Jahre.

Ein Blick hinein - live

Live-Vorschau. Interaktiv wird es mit deinem Konto.

Was Miete vs. Kauf kann

Die Debatte "Mieten wirft Geld zum Fenster raus" gegen "Kaufen macht dich zum Bankensklaven" wird meist mit Bauchgefühl geführt. Miete vs. Kauf ersetzt das Bauchgefühl durch eine vollständige Gesamtkostenrechnung über deinen gewählten Zeitraum. Auf der Kaufseite stehen Kaufpreis, Nebenkosten, Kreditzinsen, Instandhaltung und Hausgeld. Auf der Mietseite die Miete und - entscheidend - was aus deinem Eigenkapital wird, wenn du es stattdessen anlegst.

Der ehrlichste Teil ist genau dieser Vergleich: Wer kauft, bindet sein Eigenkapital in Steinen. Wer mietet, könnte dasselbe Eigenkapital am Kapitalmarkt anlegen. Der Rechner nimmt beide Seiten ernst, verzinst das angelegte Kapital des Mieters mit und stellt am Ende das Nettovermögen beider Wege gegenüber. So verschwindet der beliebte Denkfehler, dass Miete einfach verlorenes Geld sei.

Die Kaufnebenkosten sind in Deutschland alles andere als vernachlässigbar, und der Rechner bildet sie realistisch ab. Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland deutlich, von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in mehreren Ländern wie Nordrhein-Westfalen, Brandenburg oder Schleswig-Holstein. Dazu kommen Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls die Maklerprovision. Zusammen sind das schnell zehn Prozent des Kaufpreises, die beim Kauf zuerst verdampfen.

Der Rechner findet den Break-even, also das Jahr, ab dem sich der Kauf gegenüber dem Mieten rechnet. In den ersten Jahren liegt der Käufer wegen der hohen Nebenkosten meist hinten, irgendwann dreht sich das - oder eben nicht, je nach Kaufpreis, Zins, Wertentwicklung und Mietniveau. Genau dieses Kippjahr ist die Zahl, die die meisten wissen wollen.

Fertige Szenarien setzen realistische Eingaben mit einem Klick, und du kannst alle Stellschrauben anpassen: Kaufpreis, Eigenkapital, Zins- und Tilgungssatz, Bundesland, Notar- und Maklersatz, Instandhaltungsrücklage und Hausgeld. Eine Jahrestabelle und ein Chart zeigen, wie sich Restschuld, Immobilienwert, angelegtes Kapital und Nettovermögen über die Zeit entwickeln.

Alles läuft im Browser ohne Anmeldung. Der Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du triffst - und die Zukunft kennt niemand, weder die Wertentwicklung deiner Immobilie noch die Rendite am Kapitalmarkt. Deshalb ist das Ergebnis eine Entscheidungshilfe, keine Prognose und keine Finanzierungsberatung. Spiel bewusst mit optimistischen und pessimistischen Annahmen, um zu sehen, wie robust deine Entscheidung ist.

Funktionen

Vollständige Gesamtkostenrechnung

Kaufpreis, Nebenkosten, Zinsen, Instandhaltung und Hausgeld gegen Miete plus angelegtes Eigenkapital.

Grunderwerbsteuer je Bundesland

Von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren Ländern - der Rechner nimmt den richtigen Satz automatisch.

Ehrlicher Vermögensvergleich

Das angelegte Eigenkapital des Mieters wird mitverzinst und dem Immobilienvermögen gegenübergestellt.

Break-even-Jahr

Der Rechner ermittelt das Jahr, ab dem sich der Kauf gegenüber dem Mieten lohnt - falls überhaupt.

Alle Stellschrauben anpassbar

Zins, Tilgung, Wertentwicklung, Notar- und Maklersatz, Instandhaltung und Hausgeld frei einstellbar.

Jahrestabelle und Chart

Restschuld, Immobilienwert, angelegtes Kapital und Nettovermögen entwickeln sich sichtbar über die Zeit.

So funktioniert es

  1. 1

    Szenario oder eigene Daten

    Starte mit einem Preset oder gib Kaufpreis, Eigenkapital und Miete direkt ein.

  2. 2

    Bundesland und Nebenkosten

    Wähle dein Bundesland für die Grunderwerbsteuer und setze Notar- und Maklersatz.

  3. 3

    Annahmen festlegen

    Zins, Tilgung, erwartete Wertentwicklung, Instandhaltung und Hausgeld eintragen.

  4. 4

    Ergebnis vergleichen

    Sieh Break-even, Nettovermögen beider Wege und die Entwicklung über deinen Zeitraum.

Wer das braucht

Paare und Familien, die vor der großen Frage stehen, ob sich der Kauf wirklich lohnt.
Alle, die wissen wollen, ab welchem Jahr Kaufen das Mieten schlägt.
Mieter, die den fairen Vergleich mit angelegtem Eigenkapital sehen wollen.
Kaufinteressenten, die die Kaufnebenkosten inklusive Grunderwerbsteuer realistisch einplanen.
Wer die eigene Entscheidung gegen optimistische und pessimistische Annahmen absichern will.

Häufige Fragen

Ist Mieten wirklich rausgeschmissenes Geld?

Nein, das ist ein verbreiteter Denkfehler. Wer mietet, kann sein Eigenkapital anlegen und dort Rendite erzielen, während der Käufer es in der Immobilie bindet und zusätzlich Kaufnebenkosten, Zinsen und Instandhaltung trägt. Der Rechner nimmt beide Seiten ernst und vergleicht das Nettovermögen fair, statt eine Seite pauschal schlechtzurechnen.

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Deutschland?

Sie setzen sich aus Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent), Notar- und Grundbuchkosten (rund 1,5 bis 2 Prozent) und gegebenenfalls Maklerprovision zusammen. In Summe sind das häufig acht bis zwölf Prozent des Kaufpreises, die sofort anfallen und nicht in den Immobilienwert einfließen.

Was ist das Break-even-Jahr?

Das ist das Jahr, ab dem der Kauf finanziell besser dasteht als das Mieten. In den ersten Jahren liegt der Käufer wegen der hohen Nebenkosten meist zurück. Ob und wann sich das dreht, hängt von Kaufpreis, Zins, Wertentwicklung und Mietniveau ab. Der Rechner zeigt dir dieses Kippjahr für deine Annahmen.

Berücksichtigt der Rechner die Wertsteigerung der Immobilie?

Ja. Du gibst eine erwartete jährliche Wertentwicklung ein, und der Rechner lässt den Immobilienwert entsprechend wachsen. Weil niemand die künftige Entwicklung kennt, solltest du bewusst optimistische und vorsichtige Werte durchspielen, um zu sehen, wie stark das Ergebnis von dieser Annahme abhängt.

Ersetzt das Tool eine Finanzierungsberatung?

Nein. Der Rechner ist eine Entscheidungshilfe, die auf deinen Annahmen beruht. Er berücksichtigt keine individuellen Kreditkonditionen, steuerlichen Sonderfälle oder regionalen Marktbesonderheiten im Detail. Für eine verbindliche Entscheidung solltest du zusätzlich mit deiner Bank und gegebenenfalls einer unabhängigen Beratung sprechen.

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