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Was Kurzarbeitergeld-Rechner kann
Kurzarbeit ist ein Werkzeug, mit dem Betriebe in Auftragsflauten Personalkosten senken, ohne zu kündigen. Statt dich zu entlassen, reduziert der Arbeitgeber deine Arbeitszeit, und die Agentur für Arbeit gleicht einen Teil des ausgefallenen Lohns mit dem Kurzarbeitergeld aus. Für dich heißt das: weniger Arbeit, aber auch weniger Geld - und die genaue Höhe ist mit den Pauschal-Tabellen des BMAS schwer selbst zu ermitteln. Genau hier setzt der Rechner an.
Das Kurzarbeitergeld ersetzt einen festen Anteil deines Nettoentgeltausfalls: 60 Prozent für Beschäftigte ohne Kinder, 67 Prozent für Beschäftigte mit mindestens einem Kind. Der Rechner vergleicht dein Soll-Entgelt (das, was du ohne Arbeitsausfall verdient hättest) mit deinem Ist-Entgelt (dem tatsächlich reduzierten Lohn) und berechnet daraus das KUG, das die Differenz teilweise auffängt.
Ein wichtiger Punkt, den viele nicht auf dem Schirm haben: Bei längerer Kurzarbeit steigt der Prozentsatz. Ab dem vierten Bezugsmonat erhöht sich das KUG um zehn Prozentpunkte auf 70 beziehungsweise 77 Prozent, ab dem siebten Monat um weitere zehn auf 80 beziehungsweise 87 Prozent - vorausgesetzt, der Arbeitsausfall beträgt mindestens 50 Prozent. Der Rechner berücksichtigt diese Staffelung, damit du bei anhaltender Kurzarbeit richtig planst.
Viele Arbeitgeber stocken das Kurzarbeitergeld freiwillig oder aufgrund eines Tarifvertrags auf, etwa auf 80 oder 90 Prozent deines vorherigen Nettos. Der Rechner spielt verschiedene Aufstockungsszenarien durch und zeigt dir, was jeweils bei dir ankommt und welche Kosten für den Arbeitgeber entstehen. So verstehst du sofort, was eine Betriebsvereinbarung oder ein Tarifangebot für dich konkret bedeutet.
Kurzarbeit ist zeitlich begrenzt: Grundsätzlich wird das KUG für maximal zwölf Monate gezahlt (§ 104 SGB III), per Verordnung kann die Bezugsdauer aber verlängert werden, wie es in der Corona-Krise der Fall war. Auch die Regeln für Nebenjobs während der Kurzarbeit spielen eine Rolle, weil ein Zuverdienst unter Umständen angerechnet wird. Der Rechner ordnet diese Rahmenbedingungen ein.
Das Tool arbeitet mit einer vereinfachten, pauschalierten Netto-Entgelt-Tabelle. Die exakte Höhe berechnet am Ende die Agentur für Arbeit anhand der offiziellen KUG-Tabellen des BMAS, die auch Steuerklasse und weitere Merkmale berücksichtigen. Der Rechner gibt dir aber eine belastbare Schätzung, mit der du deine Finanzen planen kannst - kostenlos, ohne Anmeldung und komplett in deinem Browser.
Funktionen
60 oder 67 Prozent je nach Kindern
Der Rechner setzt automatisch den richtigen Leistungssatz an: 60 Prozent ohne Kinder, 67 Prozent mit mindestens einem Kind.
Soll- gegen Ist-Entgelt
Aus dem Vergleich deines normalen Verdienstes mit dem reduzierten Lohn ergibt sich der ausgefallene Betrag, den das KUG teilweise ersetzt.
Erhöhte Sätze bei langer Kurzarbeit
Ab dem 4. Monat 70/77 Prozent, ab dem 7. Monat 80/87 Prozent bei mindestens 50 Prozent Arbeitsausfall - berücksichtigt.
Aufstockungs-Szenarien
Spiel durch, was eine Arbeitgeber-Aufstockung auf 80 oder 90 Prozent bei dir netto bringt und was sie den Arbeitgeber kostet.
Bezugsdauer eingeordnet
Das Tool erklärt die maximale Bezugsdauer von zwölf Monaten und die mögliche Verlängerung per Verordnung.
Nebenjob-Regeln
Der Rechner weist darauf hin, wie ein Zuverdienst während der Kurzarbeit angerechnet werden kann.
Kostenlos und lokal
Keine Anmeldung, keine Datenübertragung. Deine Entgeltangaben bleiben in deinem Browser auf deinem Gerät.
So funktioniert es
- 1
Soll- und Ist-Entgelt eingeben
Trag dein normales Bruttoentgelt und den reduzierten Verdienst während der Kurzarbeit ein.
- 2
Kinder angeben
Gib an, ob du mindestens ein Kind hast, damit der Rechner 67 statt 60 Prozent ansetzt.
- 3
Bezugsmonat und Aufstockung wählen
Gib den Bezugsmonat an, damit die erhöhten Sätze greifen, und wähle ein Aufstockungsszenario deines Arbeitgebers.
- 4
Netto ablesen
Du siehst dein voraussichtliches KUG und dein Gesamt-Netto während der Kurzarbeit, mit und ohne Aufstockung.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Wie viel Prozent bekomme ich beim Kurzarbeitergeld?
Das Kurzarbeitergeld ersetzt 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts, mit mindestens einem Kind sind es 67 Prozent. Bei längerer Kurzarbeit steigen die Sätze ab dem 4. und 7. Monat, sofern der Arbeitsausfall mindestens 50 Prozent beträgt.
Wie wird das Kurzarbeitergeld berechnet?
Grundlage ist die Differenz zwischen deinem Soll-Entgelt ohne Arbeitsausfall und deinem tatsächlichen Ist-Entgelt, jeweils als pauschaliertes Nettoentgelt. Auf diese Nettodifferenz werden 60 beziehungsweise 67 Prozent angesetzt. Die genaue Höhe ermittelt die Agentur für Arbeit anhand der BMAS-Tabellen.
Wie lange wird Kurzarbeitergeld gezahlt?
Grundsätzlich für maximal zwölf Monate (§ 104 Abs. 1 SGB III). Per Verordnung kann die Bezugsdauer verlängert werden, in Krisenzeiten wurde sie schon auf bis zu 24 Monate ausgeweitet. Der Rechner ordnet die aktuelle Bezugsdauer ein.
Darf ich während der Kurzarbeit einen Nebenjob machen?
Grundsätzlich ja, aber der Verdienst aus einem während der Kurzarbeit neu aufgenommenen Nebenjob kann auf das Kurzarbeitergeld angerechnet werden. Ein bereits vorher ausgeübter Nebenjob wird anders behandelt. Der Rechner weist auf diese Regeln hin.
Was bringt eine Aufstockung durch den Arbeitgeber?
Viele Arbeitgeber stocken das KUG freiwillig oder per Tarifvertrag auf, etwa auf 80 oder 90 Prozent des vorherigen Nettos. Das erhöht dein verfügbares Einkommen spürbar. Der Rechner zeigt dir, was verschiedene Aufstockungen bei dir konkret ausmachen.
Ist die Berechnung verbindlich?
Nein. Der Rechner nutzt eine vereinfachte Pauschaltabelle und liefert eine Schätzung. Die verbindliche Höhe berechnet die Agentur für Arbeit anhand der offiziellen KUG-Tabellen des BMAS, die auch Steuerklasse und weitere Merkmale einbeziehen.
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