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Was Krankenkassen-Wert-Check kann
In der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Basissatz für alle gleich: 14,6 Prozent, hälftig getragen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Unterschied steckt im Zusatzbeitrag, den jede Kasse selbst festlegt. Ein Prozentpunkt mehr oder weniger klingt harmlos, macht über ein Arbeitsleben aber vier- bis fünfstellige Beträge aus. Der Wert-Check rechnet das für dein Einkommen aus, gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze.
Aber der günstigste Beitrag ist nicht automatisch der beste Deal. Kassen unterscheiden sich in den Extras: Bonusprogramme, professionelle Zahnreinigung, Osteopathie, Reiseimpfungen, Sportförderung, Wahltarife und eine funktionierende Online-Geschäftsstelle. Der Wert-Check bewertet diese Zusatzleistungen und verrechnet sie mit dem Beitrag zu einem Wert-Score, damit du Preis und Leistung zusammen siehst statt nur eine Zahl.
Der Score teilt sich in vier Dimensionen: Kosten, Leistungsumfang, Flexibilität und Familienwert. Wer viel Gesundheitsleistung braucht, gewichtet anders als jemand, der praktisch nie zum Arzt geht. Deshalb kannst du deinen Gesundheitsbedarf angeben, und der Score verschiebt sich entsprechend. Das Ergebnis ist keine Werbung für eine bestimmte Kasse, sondern eine Einordnung für deine Lage.
Ein eigenes Kapitel ist die Entscheidung zwischen gesetzlich und privat. Die PKV lockt mit besseren Leistungen und im jungen Alter oft mit niedrigeren Beiträgen. Der Haken kommt später: Beiträge steigen mit dem Alter, die Familienversicherung gibt es nicht, und der Rückweg in die GKV ist versperrt. Der Check stellt die Beitragsentwicklung gegenüber und macht die langfristigen Folgen sichtbar, die in Hochglanzprospekten gern fehlen.
Die Familienversicherung ist einer der größten stillen Vorteile der GKV. Ehepartner ohne eigenes Einkommen und Kinder sind beitragsfrei mitversichert. Für eine Familie kann das den Wert einer gesetzlichen Kasse gegenüber einer privaten Police komplett umkehren. Der Wert-Check bezieht diesen Familienwert explizit in den Vergleich ein.
Zum Schluss geht es ums Wechseln. Seit der Reform gilt eine Bindungsfrist von zwölf Monaten, danach kannst du mit zwei Monaten Kündigungsfrist wechseln. Erhöht deine Kasse den Zusatzbeitrag, greift ein Sonderkündigungsrecht. Der Check zeigt dir die Ersparnis eines Wechsels und die Rechtsgrundlagen dazu - unter anderem §§ 5 bis 10, 11 bis 68, 175 und 220 bis 241 SGB V. Das ist keine Versicherungsberatung, aber der ehrliche Überblick, den du für eine eigene Entscheidung brauchst.
Funktionen
Kassenvergleich nach Zusatzbeitrag
Der Basissatz ist überall gleich - der Zusatzbeitrag macht den Unterschied. Der Check rechnet ihn für dein Einkommen aus.
Wert-Score statt reiner Preis
Kosten, Leistungsumfang, Flexibilität und Familienwert fließen zu einem Score zusammen, der Preis und Leistung verbindet.
Extras im Blick
Bonusprogramme, Zahnreinigung, Osteopathie, Reiseimpfungen und Wahltarife - die Leistungen, die wirklich zählen.
GKV-vs-PKV-Entscheidungshilfe
Die langfristige Beitragsentwicklung gegenübergestellt, damit du die Folgen eines PKV-Wechsels vor Augen hast.
Familienversicherung berücksichtigt
Der stille Vorteil der GKV: Partner ohne Einkommen und Kinder sind beitragsfrei mitversichert. Der Check rechnet das mit.
Wechselersparnis und Fristen
Sieh, was ein Wechsel spart, und wann du kündigen kannst - inklusive Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung.
Rechtsgrundlagen aus dem SGB V
Die relevanten Paragrafen zu Mitgliedschaft, Leistungen und Beitragen kurz erklärt, damit du weißt, worauf du dich berufst.
So funktioniert es
- 1
Einkommen und Lage eingeben
Trag dein Bruttoeinkommen, deinen Familienstand und deinen Gesundheitsbedarf ein oder wähle ein Preset.
- 2
Kassen vergleichen
Sieh die Zusatzbeiträge und Extras nebeneinander und lass dir den Wert-Score für deine Lage berechnen.
- 3
GKV gegen PKV abwägen
Wechsle in die Entscheidungshilfe und vergleiche die langfristige Beitragsentwicklung beider Systeme.
- 4
Wechsel prüfen
Lies die mögliche Ersparnis und die Kündigungsfristen ab, bevor du deine Kasse wechselst.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Warum sind gesetzliche Kassen nicht alle gleich?
Der Basissatz von 14,6 Prozent ist gesetzlich fix, aber jede Kasse legt ihren Zusatzbeitrag selbst fest und bietet unterschiedliche Extras. Beim Beitrag und bei Leistungen wie Bonusprogrammen oder Zahnreinigung gibt es echte Unterschiede.
Wie entsteht der Wert-Score?
Aus vier Teilwerten: Kosten, Leistungsumfang, Flexibilität und Familienwert. Sie werden gewichtet und zu einem Gesamtscore verrechnet, der sich nach deinem Gesundheitsbedarf und Familienstand verschiebt.
Sollte ich in die PKV wechseln?
Das hängt von Alter, Einkommen, Gesundheit und Familienplanung ab. Die PKV kann jung günstiger sein, wird im Alter aber oft teurer, kennt keine beitragsfreie Familienversicherung und lässt kaum einen Rückweg zu. Der Check zeigt diese Langzeitfolgen, ersetzt aber keine Beratung.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?
Die Obergrenze, bis zu der dein Einkommen für die Beiträge herangezogen wird. In der Kranken- und Pflegeversicherung liegt sie 2026 bei 69.750 Euro im Jahr. Was du darüber verdienst, erhöht deinen Beitrag nicht mehr.
Wann kann ich meine Krankenkasse wechseln?
Nach einer Bindungsfrist von zwölf Monaten mit zwei Monaten Kündigungsfrist. Erhöht deine Kasse den Zusatzbeitrag, hast du ein Sonderkündigungsrecht und kannst früher wechseln.
Ist der Wert-Check eine Versicherungsberatung?
Nein. Er ist ein Vergleichs- und Transparenzwerkzeug ohne Provision und ohne Empfehlung für eine bestimmte Kasse. Für eine verbindliche Entscheidung ziehe die aktuellen Angaben deiner Kasse und gegebenenfalls eine unabhängige Beratung hinzu.
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