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Was Equal-Pay-Radar kann
Entgeltgleichheit ist längst nicht mehr nur eine Frage der Fairness, sondern zunehmend eine der Nachweispflicht. Das Entgelttransparenzgesetz gibt Beschäftigten einen Auskunftsanspruch über die Gehaltsstruktur, und die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verschärft die Berichtspflichten für Arbeitgeber in den nächsten Jahren deutlich. Wer seine eigenen Zahlen nicht kennt, läuft ins offene Messer. Der Equal-Pay-Radar hilft dir, den Überblick zu bekommen.
Das Prinzip ist einfach: Du trägst deine Beschäftigten mit Rolle, Geschlecht, Gehalt und optional der Berufserfahrung ein. Das Tool rechnet daraus die Durchschnitts- und Mediangehälter je Geschlecht, den unbereinigten Gender Pay Gap in Prozent und die Gehaltsspannen aus. So siehst du auf einen Blick, ob und wo Männer, Frauen und diverse Beschäftigte unterschiedlich vergütet werden.
Der eigentliche Mehrwert liegt in der Aufschlüsselung nach Rolle. Ein Gesamtdurchschnitt kann trügen, weil er unterschiedliche Positionen vermischt - der aussagekräftige Vergleich ist der innerhalb derselben Rolle. Das Tool bildet für jede Rolle den Vergleich zwischen den Geschlechtern und zeigt dir, wo bei gleicher Tätigkeit unterschiedlich bezahlt wird. Genau das ist die Kernfrage von Equal Pay.
Die Ergebnisse werden in klaren Balkendiagrammen dargestellt, mit farblicher Einordnung nach Ampellogik: eine Lücke unter fünf Prozent gilt als gering, bis fünfzehn Prozent als moderat, darüber als hoch. So musst du nicht selbst interpretieren, sondern siehst sofort, welche Rolle Aufmerksamkeit braucht. Deine Eingaben kannst du speichern und das Ergebnis als PDF exportieren, etwa für die Geschäftsführung oder den Betriebsrat.
Wichtig zur Einordnung: Der Radar rechnet den unbereinigten Gender Pay Gap - er berücksichtigt also nicht automatisch Faktoren wie Erfahrung, Qualifikation oder Teilzeit. Ein unbereinigter Unterschied ist kein Beweis für Diskriminierung, aber ein Anlass, genauer hinzusehen. Das Erfahrungsfeld hilft dir, plausible Erklärungen einzuordnen. Ersetzt keine arbeitsrechtliche oder tarifliche Prüfung.
Alles läuft in deinem Browser, deine sensiblen Gehaltsdaten verlassen dein Gerät nicht. Kein Konto, kein Upload, keine Cloud - gerade bei so heiklen Zahlen ist das kein Detail, sondern die Grundvoraussetzung. Du kannst so ehrlich rechnen, wie du willst, ohne dass irgendjemand mitliest.
Funktionen
Gender Pay Gap in Prozent
Das Tool rechnet den unbereinigten Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern über das ganze Team aus.
Vergleich je Rolle
Der aussagekräftige Vergleich innerhalb derselben Position deckt Lücken auf, die der Gesamtschnitt verschleiert.
Durchschnitt und Median
Neben dem Mittelwert zeigt das Tool den Median, der weniger anfällig für einzelne Ausreißer-Gehälter ist.
Ampel-Bewertung
Gering, moderat oder hoch - eine farbige Einordnung zeigt sofort, welche Lücke Aufmerksamkeit braucht.
Diagramme und PDF-Export
Balkendiagramme machen die Verteilung sichtbar, der PDF-Export liefert eine teilbare Auswertung.
Gehaltsdaten bleiben lokal
Kein Upload, kein Konto. Deine sensiblen Vergütungsdaten werden ausschließlich im Browser verarbeitet.
So funktioniert es
- 1
Beschäftigte eintragen
Trag für jede Person Rolle, Geschlecht und Gehalt ein, optional auch die Berufserfahrung zur Einordnung.
- 2
Analyse ansehen
Das Tool berechnet Durchschnitt, Median und den Gender Pay Gap - insgesamt und je Rolle.
- 3
Lücken bewerten
Nutze die Ampelfarben und Diagramme, um zu erkennen, wo bei gleicher Tätigkeit unterschiedlich bezahlt wird.
- 4
Ergebnis exportieren
Speichere deine Daten und lade die Auswertung als PDF herunter, etwa für Geschäftsführung oder Betriebsrat.
Wer das braucht
Häufige Fragen
Was ist der unbereinigte Gender Pay Gap?
Er misst den durchschnittlichen Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen ohne Bereinigung um Faktoren wie Position, Erfahrung, Qualifikation oder Arbeitszeit. Er ist ein guter erster Indikator, aber kein Beweis für Diskriminierung - ein hoher Wert ist ein Anlass, genauer hinzusehen.
Warum ist der Vergleich je Rolle wichtiger?
Weil ein Gesamtdurchschnitt unterschiedliche Positionen vermischt. Wenn Männer öfter in höher bezahlten Rollen sind, entsteht eine Lücke, die nichts mit ungleicher Bezahlung für gleiche Arbeit zu tun hat. Der Vergleich innerhalb derselben Rolle beantwortet die eigentliche Equal-Pay-Frage.
Muss ich als Arbeitgeber Entgeltgleichheit nachweisen?
Das Entgelttransparenzgesetz gibt Beschäftigten in größeren Betrieben einen Auskunftsanspruch, und die EU-Entgelttransparenzrichtlinie bringt in den nächsten Jahren verschärfte Berichtspflichten. Es lohnt sich also, die eigene Struktur zu kennen, bevor jemand danach fragt. Dieses Tool ersetzt keine rechtliche Prüfung.
Wozu dient das Erfahrungsfeld?
Berufserfahrung ist einer der häufigsten legitimen Gründe für Gehaltsunterschiede. Indem du sie erfasst, kannst du besser einordnen, ob eine Lücke plausibel erklärbar ist oder eben nicht. Das Feld ist optional.
Sind meine Gehaltsdaten sicher?
Ja. Die gesamte Auswertung läuft in deinem Browser, es gibt keinen Upload und kein Konto. Deine Gehaltsdaten bleiben auf deinem Gerät - gerade bei diesen Zahlen ist das entscheidend.
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