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Ehevertrag-Erklärer

Ein Ehevertrag ist kein Misstrauensvotum, sondern eine bewusste Entscheidung darüber, was im Ernstfall gilt. Der Ehevertrag-Erklärer zeigt dir verständlich den Unterschied zwischen Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung und modifiziertem Zugewinn, erklärt typische Klauseln samt Sittenwidrigkeits-Warnung und rechnet dir die Notarkosten nach GNotKG aus.

Ein Blick hinein - live

Live-Vorschau. Interaktiv wird es mit deinem Konto.

Was Ehevertrag-Erklärer kann

Über Eheverträge kursieren viele Halbwahrheiten: Sie seien nur etwas für Reiche, ein böses Omen, oder man könne darin alles regeln. Nichts davon stimmt so richtig. Ein Ehevertrag ist schlicht die Möglichkeit, den gesetzlichen Güterstand an eure Lebenssituation anzupassen - besonders sinnvoll, wenn eine Selbstständigkeit, ein Unternehmen, ein großer Vermögensunterschied oder Kinder aus früheren Beziehungen im Spiel sind. Der Ehevertrag-Erklärer nimmt dem Thema die Angst und macht es begreifbar.

Der Ausgangspunkt ist der Güterstand. Ohne Ehevertrag lebt ihr automatisch in der Zugewinngemeinschaft: Jeder behält sein Vermögen, aber der während der Ehe erwirtschaftete Zuwachs wird bei Scheidung ausgeglichen. Die Alternativen sind die Gütertrennung, bei der es keinen Ausgleich gibt, und die modifizierte Zugewinngemeinschaft, die einen Mittelweg baut - etwa indem das Unternehmen aus dem Ausgleich herausgenommen wird, alles andere aber geteilt bleibt. Das Werkzeug erklärt die drei Modelle mit ihren Folgen für Scheidung und Erbfall.

Ein interaktiver Quiz hilft dir bei der ehrlichen Frage: Braucht ihr überhaupt einen Ehevertrag? Für viele Paare ist der gesetzliche Güterstand völlig ausreichend, und ein Vertrag wäre unnötiger Aufwand. Für andere - Unternehmer, sehr ungleiche Vermögen, Patchwork-Konstellationen - kann er handfeste Vorteile bringen. Der Erklärer führt dich durch die Kriterien, statt dir eine pauschale Antwort aufzudrängen.

Bei den Klauseln kommt die wichtigste Warnung ins Spiel: die Sittenwidrigkeit. Ein Ehevertrag darf einen Partner nicht einseitig unangemessen benachteiligen. Verzichtserklärungen etwa beim Versorgungsausgleich oder beim Unterhalt können unwirksam sein, wenn sie den schwächeren Teil schutzlos stellen, besonders wenn Kinderbetreuung im Spiel ist. Der Erklärer markiert kritische Klauseln, damit ihr nicht einen Vertrag aufsetzt, den ein Gericht später kippt.

Weil ein Ehevertrag zwingend notariell beurkundet werden muss, gehören die Notarkosten dazu. Sie richten sich nach dem GNotKG und hängen vom Geschäftswert ab, also im Wesentlichen vom Vermögen der Ehegatten. Der eingebaute Rechner gibt dir eine realistische Einschätzung, damit du weißt, worauf du dich einlässt, bevor du zum Notartermin gehst.

Zum Schluss gibt es eine Checkliste für genau diesen Termin: welche Unterlagen ihr mitbringt, welche Punkte ihr vorher besprochen haben solltet und welche Fragen ihr dem Notar stellt. Das Werkzeug ersetzt weder Notar noch Anwalt - beide sind bei einem Ehevertrag unverzichtbar - aber es sorgt dafür, dass ihr informiert und auf Augenhöhe in das Gespräch geht. Alles läuft in deinem Browser, ohne dass eure Vermögensdaten gespeichert werden.

Funktionen

Drei Güterstände erklärt

Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung und modifizierter Zugewinn mit ihren Folgen für Scheidung und Erbe.

Braucht-ihr-einen-Ehevertrag-Quiz

Ein geführter Fragebogen, der ehrlich einordnet, ob ein Ehevertrag für euch überhaupt sinnvoll ist.

Sittenwidrigkeits-Warnung

Markiert Klauseln, die einen Partner unangemessen benachteiligen und vor Gericht unwirksam sein können.

Notarkostenrechner (GNotKG)

Schätzt die Beurkundungskosten anhand des Geschäftswerts, damit du keine Überraschung erlebst.

Klausel-Erklärer

Erklärt typische Regelungen wie Unterhaltsverzicht und Versorgungsausgleich in verständlicher Sprache.

Checkliste für den Notartermin

Welche Unterlagen ihr mitbringt und welche Fragen ihr stellt, damit ihr informiert ins Gespräch geht.

So funktioniert es

  1. 1

    Quiz durchgehen

    Beantworte die Fragen zu Vermögen, Beruf und Familie, um zu sehen, ob ein Ehevertrag für euch passt.

  2. 2

    Güterstand vergleichen

    Sieh dir an, wie sich Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung und modifizierter Zugewinn unterscheiden.

  3. 3

    Klauseln prüfen

    Geh die typischen Klauseln durch und achte auf die Warnungen zur Sittenwidrigkeit.

  4. 4

    Notarkosten schätzen und Termin vorbereiten

    Berechne die Kosten nach GNotKG und nutze die Checkliste, um dich auf den Notartermin vorzubereiten.

Wer das braucht

Verlobte, die vor der Hochzeit klären wollen, ob ein Ehevertrag sinnvoll ist.
Selbstständige und Unternehmer, die ihr Geschäft aus dem Zugewinnausgleich nehmen wollen.
Paare mit großem Vermögensunterschied, die eine faire Regelung suchen.
Patchwork-Familien mit Kindern aus früheren Beziehungen.
Alle, die vor dem Notartermin die Klauseln und Kosten verstehen wollen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Zugewinngemeinschaft und Gütertrennung?

Ohne Ehevertrag gilt die Zugewinngemeinschaft: Jeder behält sein Vermögen, aber der während der Ehe erzielte Zuwachs wird bei Scheidung ausgeglichen. Bei der Gütertrennung findet dieser Zugewinnausgleich nicht statt - jeder behält, was er hat und erwirbt. Beide haben eigene Vor- und Nachteile.

Braucht jedes Paar einen Ehevertrag?

Nein. Für viele Paare ist der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft völlig ausreichend. Sinnvoll wird ein Ehevertrag vor allem bei Selbstständigkeit oder Unternehmensbeteiligung, großen Vermögensunterschieden oder Kindern aus früheren Beziehungen. Das Quiz hilft dir, das ehrlich einzuschätzen.

Muss ein Ehevertrag zum Notar?

Ja. Ein Ehevertrag muss zwingend notariell beurkundet werden, sonst ist er unwirksam. Die Kosten richten sich nach dem GNotKG und dem Geschäftswert, also im Wesentlichen dem Vermögen der Ehegatten. Der eingebaute Rechner gibt dir eine Einschätzung.

Kann ein Ehevertrag unwirksam sein?

Ja. Ein Ehevertrag darf einen Partner nicht einseitig unangemessen benachteiligen, sonst kann er ganz oder teilweise sittenwidrig und damit unwirksam sein. Kritisch sind vor allem umfassende Verzichte beim Versorgungsausgleich oder Unterhalt, besonders wenn Kinderbetreuung betroffen ist. Der Erklärer warnt vor solchen Klauseln.

Was ist die modifizierte Zugewinngemeinschaft?

Die modifizierte Zugewinngemeinschaft ist ein Mittelweg: Ihr bleibt grundsätzlich in der Zugewinngemeinschaft, nehmt aber einzelne Punkte heraus - etwa ein Unternehmen, das beim Zugewinnausgleich nicht mitgezählt wird. So schützt ihr das Geschäft, ohne komplett auf den Ausgleich zu verzichten.

Kann ich einen Ehevertrag auch nach der Hochzeit schließen?

Ja. Ein Ehevertrag lässt sich vor der Ehe, aber auch jederzeit während der Ehe schließen oder ändern. Wichtig ist auch dann die notarielle Beurkundung. Der Erklärer und der Notarkostenrechner funktionieren unabhängig davon, ob ihr schon verheiratet seid.

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